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Individualität und Schule – Kann das funktionieren?
Im Rahmen der Partnerschaft mit den Firmen Hensel und TRACTO-TECHNIK führt das GymSL mit Herrn Aselmann als Koordinator ein Projekt durch, nach dem Schüler schon mit Beginn der Jahrgangsstufe 8 an einer Universität studieren können. Die besondere Herausforderung besteht darin, sowohl die organisatorischen als auch die inhaltlichen Schwierigkeiten zu bewältigen; hier standen die Partnerfirmen unterstützend zur Seite.
Das Schulgesetz in Nordrhein-Westfalen garantiert, dass jeder Schüler in seinen Fähigkeiten gefördert werden muss. Viele Schulen, viele Lehrer fragen sich, wie das wohl funktionieren soll. Das Gymnasium der Stadt Lennestadt entwickelt Angebote in viele Richtungen, um alle Schüler begabungsgerecht zu fördern.
Mit Begeisterung fanden sich schnell neun Schüler, die ihre Interessen zukunftorientiert betreiben dürfen. Sie sind an der Fernuniversität Hagen eingeschrieben und studieren Psychologie, Betriebswirtschaft, Philosophie, Mathematik u.v.m. Die Schule steht den Schülern in allen organisatorischen und technischen Fragen zur Seite: Ein Lehrer betreut jeden Schüler in organisatorischen und inhaltlichen Fragen in Form einer „1:1-Betreuung“. Unsere Partnerfirmen begleiten das Projekt und sind in die Betreuung der Schüler integriert; geplant ist, dass die Schüler zukünftig die Anwendung ihres Studiumwissens in den Firmen beobachten können.
„Wir engagieren uns hier, um dem Nachwuchs bereits früh aktiv Hilfestellung bei einer beruflichen Orientierung zu geben“, betont Günter Naujoks, Marketingleiter der TRACTO TECHNIK. Je früher man sich orientiert, desto besser die Entscheidungsgrundlage für den zukünftigen Weg, ist sich Naujoks sicher. Und Holger Grafe, HENSEL-Personalleiter, freut sich über das erfolgreiche Schülerförderprogramm: „Das Projekt „Schülerinnen und Schüler an der Universität“ ermöglicht es aufgeschlossenen jungen Menschen, bereits während ihrer Schulzeit Universitätsluft zu schnuppern.“
Doch das Engagement der Unternehmen geht noch weiter. Sie machen auf den Mittelstand als attraktiven Arbeitgeber in der Region aufmerksam. Eben dies ist den meisten Schülerinnen/Schülern viel zu wenig bewusst. „Unser Engagement in Sachen Schülerstudium ist nur ein erster Schritt“, erläutert Grafe. „Hierzu gehört neben der gezielten Unterstützung auch die Förderung von Auszubildenden sowie von Studentinnen/Studenten. Dazu bieten die Unternehmen u.a. duale Studiengänge zum Bachelor of Engineering, Fachrichtung Elektrotechnik bzw. Konstruktion an, die eine Verbindung von Studium und ersten praktischen Erfahrungsschritten in Sachen Beruf auch und gerade im Mittelstand möglich machen“.
Im jetzt laufenden ersten Semester zeigt sich, dass das Konzept des Kennenlernens von universitären Abläufen und Inhalten erfolgreich umgesetzt wird. Alle Schüler sagen, dass es sie in ihrer Entscheidung für ihren späteren Lebensweg ausgesprochen gut unterstützt. Viele wollen auch im kommenden Semester wieder die Herausforderungen des Studiums angehen. Schon jetzt möchten drei weiter Schüler im kommenden Semester in das Projekt einsteigen.
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