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Die Wasserqualität ist gut mit einigen Einschränkungen
Die beiden Biologie-Leistungskurse des Gymnasiums der Stadt Lennestadt untersuchten Ende Juni die Gewässergüte der Lenne in Saalhausen im Rahmen des Projektes „Flussnetzwerke NRW“.
Zunächst erhielten die insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler der beiden Biologie-Leistungskurse im LUMBRICUS-Umweltbus der NUA (Natur- und Umweltschutzakademie NRW), der extra für diesen Zweck nach Saalhausen an die Lenne gekommen war, eine theoretische und praktische Einführung in die Methoden der Gewässeruntersuchung. Ein Woche später machten sich die Schüler dann daran, das Gelernte selbstständig an einer anderen Stelle anzuwenden, um dort die Qualität der Lenne zu beurteilen. Dabei wurden Daten zur geographischen Gewässerstruktur, zur chemischen Zusammensetzung des Wassers sowie zur Lebensgemeinschaft der Wassertiere erhoben. Außerdem wurde ein bekannter Fischzüchter in Gleierbrück zur Fischfauna der Lenne befragt. Bei der abschließenden Auswertung in der Schule stellte sich heraus, dass die Gewässergüte wie schon in den vergangenen Jahren insgesamt wieder mit der Note „gut“ (Note 2,1 innerhalb der für Europa verbindlichen Skala von 1 bis 5) bewertet werden kann. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurden allerdings einige der sonst für schnell fließendes, sauerstoffreiches Wasser typischen Tiere wie Steinfliegenlarven nicht gefunden. Dafür gingen zahlreiche Schlammschnecken und Rollegel in die Netze und Käscher, die auch in etwas weniger gutem Wasser vorkommen. Außerdem ermittelten die Schüler erhöhte Ammonium- und Phosphatkonzentrationen in der Lenne. Erhöhte Ammoniumwerte deuten darauf hin, dass die Felder und Wiesen flussaufwärts organisch z.B. mit Gülle, gedüngt wurden. Phosphate können durch Haushaltsabwässer (phosphathaltige Wasch- und Spülmittel) oder durch Mineraldüngung in die Lenne gelangt sein.
Alle gewonnenen Untersuchungsdaten wurden auf der Internetseite des Projekts „Flussnetzwerke NRW- Bigge/Lenne“ veröffentliche und können dort unter der Adresse www.flussnetzwerke.nrw.de eingesehen werden. Dieses von der NUA vor einigen Jahren initiierte und kürzlich ausgezeichnete Projekt steht unter dem Motto „Schulen engagieren sich für ihren Fluss“. Alle beteiligten Schulen untersuchen jährlich „ihren“ ihren Flussabschnitt innerhalb vorgegebener Termine mit standardisierten Methoden, die auch von Untersuchungsämtern angewendet werden. Auf der Internetseite können so nicht nur Ergebnisse einer Untersuchungsstelle in aufeinanderfolgenden Jahren, sondern auch gleichzeitig die Qualität verschiedener Flüsse in Nordrhein-Westfalen verglichen werden.
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