Vor einiger Zeit nahmen wir im katholischen Religionsunterricht bei Frau Küper die verschiedenen Glaubensrichtungen durch. Wir haben ausführlich über den Islam mit seinen mehr als 1,2 Mrd. Gläubigen gesprochen. Dieses nahmen Frau Küper und Herr Soemer zum Anlass, am 22. Mai 2012 mit den Klassen 6b und 6d die Yesil-Moschee in Meggen zu besuchen. Die Moschee ist für alle offen und hier findet das religiöse Leben der Muslime statt. Drei junge Leute haben sich extra zu Moscheeführern ausbilden lassen. Sie geben in deutscher Sprache ihre Kultur und Religion weiter. Die Symbole des Islam sind Halbmond und Stern und die Farbe grün (= yesil, gesprochen: yeschil). Beim Eintreffen vor der Moschee stellten wir fest, dass es sich hierbei nicht um eine Moschee handelt, wie wir sie aus Büchern kennen, sondern um eine kleine Gebetsstätte. Als wir das Gebäude betraten, mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen und sie in ein dafür vorgesehenes Regal stellen. Wir waren erstaunt, dass die komplette Gebetsstätte mit Teppichboden ausgelegt war. Ein 25 jähriges Mitglied des Moscheevereins begrüßte uns und erzählte anschießend über den Glauben der Muslime und ihre Gebetsrituale. Er zeigte uns die Glasperlenkette, die im weitesten Sinne unserem Rosenkranz gleicht. Das rituelle Gebet wird fünfmal täglich in Richtung Mekka (zur Kaaba) verrichtet. Wir lernten, dass Männer und Frauen getrennt voneinander beten. Die fünf verschiedenen Gebete hat uns der Vorbeter vorgesungen. Es hörte sich anders an, als wir es von unseren Gottesdiensten her kennen. Insgesamt waren wir uns alle einig, dass der Besuch dieser Gebetsstätte sehr interessant war und für alle empfehlenswert ist.
Julia Alfes, Klasse 6d
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